Aufhebungsvertrag

Ein Aufhebungsvertrag kommt zustande, wenn sich beide Parteien einig darüber sind, dass eine weitere Zusammenarbeit nicht mehr möglich ist oder sich der Arbeitnehmer einfach neu orientieren möchte. Doch so ein Aufhebungsvertrag, der auch als Abwicklungsvertrag bezeichnet wird, bringt nicht nur Vorteile, sondern auch Nachteile mit. Natürlich der ideale Weg, wenn sich Chef und Mitarbeiter im guten Einvernehmen trennen, doch hier kommt es auf die Bedingungen an, ob es sich auch um einen fairen Abschied handelt. Sie müssen an dieser Stelle nämlich unbedingt bedenken, dass Sie mit einem Aufhebungsvertrag ohne triftigen Grund bei der Agentur für Arbeit gesperrt werden. Aus diesem Grund sollten Sie diese Art der Vertragsbeendigung nur in Betracht ziehen, wenn Sie entweder schon eine neue Arbeit in Aussicht haben oder die Konditionen des Aufhebungsvertrages so gut sind, dass Sie einige Monate überbrücken können, bis zum Beispiel eine eventuelle Sperrfrist bei der Agentur für Arbeit verstrichen ist.

Auch bei der Aushandlung Ihres Aufhebungsvertrages ist Ihr Verhandlungsgeschick gefragt und so können Sie durchaus pokern und eine Freistellung für mehrere Monate erwarten, gerade, wenn Sie viele Jahre ein wichtiger Mitarbeiter im Unternehmen waren. Freistellung bedeutet an dieser Stelle, dass Sie nicht mehr zur Arbeit gehen, aber immer noch das volle Gehalt beziehen. Zusätzlich schlagen viele Arbeitgeber eine angemessene Abfindung vor. Arbeitsmittel, Unterlagen, Firmenhandy oder auch ein Dienstfahrzeug müssen dann in der Regel bei Unterzeichnung des Abwicklungsvertrags überreicht werden.(K.S.)