Die Selbstpräsentation in einem Vorstellungsgespräch

Die Selbstpräsentation in einem Vorstellungsgespräch ist ein ganz entscheidender Teil, dem die Personaler große Aufmerksamkeit schenken. Das hat natürlich seinen Grund. Denn anhand der Selbstpräsentation stellt sich der Bewerber vor und kann davon überzeugen, die richtige Wahl für die ausgeschriebene Stelle zu sein.

Die Selbstpräsentation ist mit der Vorstellung der eigenen Persönlichkeit beschäftigt

Wer sich für eine ausgeschriebene Stelle bewirbt, der weiß, für diesen Job der Richtige zu sein. Nun gilt es nur mehr den Firmen- bzw. Personalchef davon zu überzeugen. Am besten mit einer gelungenen Selbstpräsentation, die viel über Sie, Ihre Persönlichkeit, Ihre Fähigkeiten verrät.

Zur perfekten Vorbereitung gehört es, eine Selbstpräsentation anzufertigen. Viele Bewerber fertigen ihre Präsentation chronologisch an. Aber bei einer chronologischen Selbstpräsentation lauert die Gefahr, dass wichtige Punkte außer Acht gelassen werden. Die sich in Folge nur mehr schwer in die Präsentation einbinden lassen. Darum Hände weg von einem chronologischen Ablauf.

Die meisten Bewerber sind dazu verleitet die Präsentation ihrer Persönlichkeit chronologisch aufzuzählen. Aber ist es wirklich notwendig alle Stationen des beruflichen Werdeganges beim Namen zu nennen? Nein – ist es nicht! Sie dürfen sich bei Ihrer Selbstpräsentation in einem Vorstellungsgespräch ganz auf Ihre Persönlichkeit besinnen. Dabei darf immer auf die ausgeschriebene Stelle Bedacht genommen werden. Was wird in der Stellenausschreibung gefordert und diese geforderten Eigenschaften dürfen dann als Hard- und Soft-Skills verpackt werden. Es sollten keine beliebigen Fähigkeiten genannt werden, sondern es dürfen jene Fähigkeiten preis gegeben werden, die mit den Anforderungen des Jobs ident sind.

Folgender Fehler wird bei den Bewerbern immer wieder wahrgenommen

Wenn Ihnen die Frage gestellt wird: „Erzählen Sie bitte mehr über sich“, dann sind viele Bewerber dazu verleitet ihren Lebenslauf einfach auswendig aufzusagen. Machen Sie bitte diesen Fehler nicht, denn Ihr Lebenslauf ist dem Unternehmen bereits bestens bekannt. Das Unternehmen will nun mehr über Sie erfahren. Einfach den Lebenslauf inhaltlich wiederzugeben, das ist keine Selbstpräsentation.  Bei der Selbstpräsentation darf auf den einen oder anderen wichtigen Abschnitt im Lebenslauf näher eingegangen werden. Aber ein auswendig gelerntes Aufsagen des gesamten Lebenslaufes schießt viele Bewerber ins Aus.

Der Lebenslauf  und die Stellenausschreibung gelten als wichtige Stützen für die Selbstpräsentation

Der Lebenslauf darf als wichtige Stütze für die Selbstpräsentation angesehen werden. Schließlich beinhaltet er den schulischen und beruflichen Werdegang. Von ihm dürfen die wichtigsten Punkte entnommen werden, die gekonnt ihren Platz in der Präsentation finden.

Das Gleiche gilt für die Stellenausschreibung zu sagen. Sie beinhaltet wichtige Anforderungen, die vom Unternehmen gewünscht werden. Genau diese Anforderungen dürfen in der Präsentation aufgegriffen werden, damit sie sich als Fähigkeiten – als Hard- und Soft-Skills – wiederfinden.

Die 3 berühmten Pfeiler auf die die Selbstpräsentation beim Vorstellungsgespräch aufbaut

Darum ist es viel wichtiger – ein grobes Fundament für die Selbstpräsentation in einem Vorstellungsgespräch zu schaffen. Dieses Fundament baut auf 3 Pfeiler auf.

Der 1. Pfeiler:

Er beschäftigt sich mit den wichtigsten Eckdaten. Dieser Pfeiler gibt Auskunft darüber, wer der Bewerber ist.

Der 2. Pfeiler:

Er gibt die Hard und Soft- Skills preis und ist mit den jeweiligen Können und bestimmten Fähigkeiten des Bewerbers ausgefüllt. Wichtig ist es bei der Auswahl der Fähigkeiten darauf zu achten, dass diese miteinander harmonieren oder sich effektvoll ergänzen. So kann ein stimmiges Gesamtbild über das Können und die Fähigkeiten entstehen. Bei den Hard- und Soft-Skills dürfen immer passende Vergleiche gezogen werden. Ein solcher Vergleich beschäftigt sich damit, was Sie gelernt oder studiert haben. Wie Sie Ihr Können bereits in der Arbeitswelt einsetzen konnten und welchen Nutzen nun das neue Arbeitsumfeld von diesem Können hat.

Der 3. Pfeiler:

Der 3. Pfeiler blickt beruflich in die Zukunft. Wie soll sich die berufliche Zukunft gestalten? Was möchte der Bewerber beruflich noch alles erreichen? Wie ist es um seine Karrierevorstellungen bestellt? Ihre Zukunftspläne dürfen sich mit denen des Unternehmens decken.

Welche Ziele verfolgen die 3 Pfeiler und welchen Inhalt haben sie?

Der 1. Pfeiler gibt bekannt – wer der Bewerber ist

Dieser Pfeiler hält alle wichtigen Daten vom Bewerber inne. Das heißt, Name, Alter, Familienstand und Adresse werden genannt.

Der 2. Pfeiler gibt bekannt – was der Bewerber kann

Dabei ist es von Bedeutung zu wissen, was wird in der Stellenausschreibung gefordert? Welche Fähigkeiten soll der Bewerber mitbringen und genau diese Fähigkeiten dürfen dann mit einem passenden Beispiel genannt werden. Wenn Sie das gut umsetzen können, werden Sie umgehend als erste Wahl für die Neubesetzung angesehen.

Auch das Können in den privaten Belangen darf nun vorgebracht werden. Wer seine Freizeit in den Dienst der Öffentlichkeit stellt, darf das ruhig kundtun. Wer sich kreativ zeigt oder in sportlicher Sicht ein Ass ist, kann das ebenfalls gut im 2. Pfeiler der Selbstpräsentation unterbringen. Kurze Einblicke in das Privatleben zu gestatten, schadet nicht.

Der 3. Pfeiler gibt bekannt – wie es um die beruflichen Ziele bestellt ist

Was will der Bewerber in Zukunft noch alles erreichen und wie weit sind die Ziele von Arbeitnehmer und Arbeitgeber ident? Dabei ist es für Sie wichtig, dass Sie immer eine Verknüpfung zwischen beiden herstellen können. Wenn in der Stellenanzeige vermerkt ist, was das Unternehmen in Zukunft erwartet, dann darf das gekonnt in den 3. Pfeiler aufgenommen werden. Gemeinsam geht es beruflich die gleiche Richtung, wenn gleiche Ziele verfolgt werden. Wichtig ist es, diese Ziele gekonnt beim Namen zu nennen.

Werbung für sich selbst machen – Die Selbstpräsentation im Vorstellungsgespräch steht dafür ein

Darum ist es wichtig bei seiner Selbstpräsentation authentisch zu sein. Nicht zu prahlen, aber nicht zu bescheiden zu sein. Es geht darum, von sich und seinen Fähigkeiten überzeugt zu sein und somit auch das Unternehmen davon zu überzeugen.  Denn aus diesem Grund werden gerade Sie für die Neubesetzung der ausgeschriebenen Stelle vorgeschlagen. Weil Sie sich in Ihrer Selbstpräsentation gut verkaufen können. Sie sind von sich als Neubesetzung überzeugt und können in diesem Abschnitt des Vorstellungsgesprächs Überzeugungsarbeit leisten.

Keiner kennt Ihre Fähigkeiten besser als Sie.

Die Selbstpräsentation in einem Vorstellungsgespräch darf die Lust auf das Zuhören wecken

Die Selbstpräsentation in einem Vorstellungsgespräch ist ein sehr wichtiger Teil, in dem Sie sich als Bewerber selbst einbringen dürfen. Sie dürfen in diesem Teil von sich überzeugen und das dürfen Sie in lebensfroher und besonnener Art machen.  So wird Ihre Selbstdarstellung mit ganzem Interesse der Zuhörer verfolgt werden.

Wichtig ist es nur, dass die Anforderungen in der Stellenausschreibung immer wieder aufgegriffen werden und gekonnt in die Präsentation fließen können. Nicht nur die Hard-Skills, sondern auch die Soft-Skills spielen dabei eine entscheidende Rolle. In fachlicher sowie in sozialer Hinsicht dürfen Sie als Bewerber überzeugend sein.

Eine Selbstpräsentation von einigen Minuten ist ausreichend

Dabei ist es wichtig, das Wesentliche, das einem Bewerber ausmacht, anzusprechen. Es muss nicht ausgeholt werden, damit das Interesse der Zuhörer geweckt wird. Eine knappe, informative und interessant durchdachte Präsentation reicht aus, um von sich zu überzeugen. Im Anschluss daran kann noch folgende Frage gestellt werden: „Soll meine Selbstpräsentation noch vertieft werden oder gibt es dazu noch irgendwelche Fragen.“ Denn somit wurde das Gespräch wieder auf die Gesprächspartner gelenkt und wenn es wirklich noch offene Fragen gibt, können diese umgehend beantwortet werden. Wenn Sie bei Ihrer Selbstpräsentation so vorgehen, dann überzeugen Sie in diesem wichtigen Abschnitt des Vorstellungsgesprächs schon einmal für sich. Dass dafür etwas Vorarbeit geleistet werden muss, ist verständlich. Aber diese Vorarbeit macht sich auf alle Fälle bezahlt. (A.G.)