Die Stärken im Vorstellungsgespräch benennen

In einem Vorstellungsgespräch geht es vorrangig darum, von seinen Stärken überzeugen zu können. Wer zu einem Vorstellungsgespräch geladen wird, der hat es bereits geschafft, auf sich aufmerksam zu machen und nun geht es darum, seine Stärken gekonnt aufzuzeigen.

In vielen Gesprächen um eine Neubesetzung lässt die Frage nach den eigenen Stärken nicht lange auf sich warten. Warum ist das so?  Wer seine Stärke gekonnt nennen kann, verrät mehr über sich und seine Persönlichkeit. Viele Bewerber nehmen sich bei dieser Frage etwas zurück, sie wollen nicht, dass es den Anschein macht, als seien sie von der eigenen Persönlichkeit zu überzeugt. Das ist ein Fehler! Die Stärken dürfen nun gekonnt aufgezählt werden. Wer sich in Bescheidenheit wiegen möchte, der kann die Frage nach den Stärken folgend beginnen: „Es wird von mir behauptet, …“ oder „Meine Kollegenschaft meint, ich bin …“.

Ihre Stärken dürfen sich mit den Anforderungen in der Stellenanzeige ergänzen

Stärken gibt es viele, Belastbarkeit, Teamfähigkeit, Verantwortungsbereitschaft, Lernwilligkeit,… Wichtig dabei ist es aber, die richtigen Stärken auszuwählen und auf keine beliebigen Stärken zurückzugreifen. Denn von beliebigen Stärken wollen bereits andere Bewerber überzeugen. Für Sie ist es wichtig, sich von der breiten Masse abzuheben. Das gelingt mit folgendem Ratschlag sehr gut:

Darum müssen die Anforderungen für den ausgeschriebenen Job beim JobFinder.de genau studiert werden. Die Anforderungen geben Aufschluss darüber, welche Fähigkeiten benötigt werden, welche Stärken günstig sind.  Natürlich dürfen diese Fähigkeiten nicht 1: 1 von der Stellenausschreibung übernommen werden. Eigene Worte dürfen dafür genannt werden und sich als passende Stärke darstellen.

Ihr Bestreben sollte es sein, dass ein Bild für den Firmen- oder Personalchef entsteht, das ihm zu dem Entschluss kommen lässt: Genau diesen Bewerber brauchen wir in unserem Unternehmen. Darum ist es von Bedeutung,  genau die Stärken beim Namen zu nennen, die vom Unternehmen gefordert sind. Diese Stärken dürfen mit den passenden Wörtern geschmückt werden, damit sie einen hohen Stellenwert bei dem Gespräch einnehmen. Wer die geforderten Hard- und Soft-Skills erfüllt, darf nach der Frage der Stärken diese gekonnt einbringen. Aber es reicht nicht aus, die Hard- und Soft-Skills, wie in der Stellenausschreibung zu nennen. Eigene Worte dürfen dafür verwendet werden.

Die Stärken im Vorstellungsgespräch mit dem passenden Bespiel wiedergeben

Eine Stärke allein aufzuzählen, das ist zu wenig. Die Wertigkeit einer Stärke wird dadurch verstärkt, wenn das passende Beispiel aus dem Schul- und Berufsalltag dafür verwendet wird. Nur so kann die Stärke glaubhaft vermittelt werden und darum geht es, Stärken in einem Vorstellungsgespräch glaubhaft zu vermitteln. Auch die Erfahrung macht so manche Stärke noch fundierter. Also nutzen Sie diese für sich.

Denn eine Stärke als solche zu benennen ohne das passende Beispiel dafür im Alltag parat zu haben, das ist zu wenig. Denn die Erfahrung gibt den schlagenden Impuls dafür, dass Firmen- oder Personalchefs hellhörig werden.

Nur wer ausführlich auf ein Talent, eine Stärke eingeht, der verstärkt die Glaubwürdigkeit, die sich dahinter versteckt. Wenn Ihnen nicht umgehend ein Beispiel in den Sinn kommt, dann hinterfragen Sie doch, wann Sie das letzte Mal darum gebeten wurden, diese Stärke für andere zu nutzen?  Denn so wird umgehend klar, wann Ihr Umfeld Ihre Stärken und Fähigkeiten wahrgenommen hat.

Nicht die Anzahl – sondern die Art der Stärke – ist ausschlaggebend

Viel wichtiger ist es, die jeweiligen Stärken gekonnt und glaubwürdig in Szene setzen zu können. Eine reine Behauptung zu einer Stärke klingt einfach, sie ist auch schnell aufgestellt. Aber Eindruck hinterlässt diese dafür noch lange nicht. Deshalb ist es wichtig, bestimmte Stärken für sich zu nutzen und diese auch mit einem passenden Beispiel aus der Vergangenheit zu benennen. Nicht die Anzahl Ihrer Stärken zeichnet Sie aus, sondern wie die einzelnen Stärken im Gespräch präsentiert werden. Wer nur bestimmte Stärken für sich nennt und diese mit den entsprechenden Worten ausschmückt, der erreicht dadurch, dass sich der Gesprächspartner bereits ein Bild von Ihnen im Unternehmen macht. Da arbeitet bereits das Unterbewusstsein kräftig mit, das so manchen Bewerber weiterbringt und die Neubesetzung in Aussicht stellt.

Es reicht aus, wenn 3 Stärken mit dem jeweiligen Beispiel genannt werden und diese 3 Stärken mit den Voraussetzungen und Vorstellungen des Unternehmens stimmig sind. Es macht Sinn, keine Stärken zu nennen, die jeder beliebige Bewerber bereits für sich in Anspruch nimmt.

Bei der Frage nach den Stärken im Vorstellungsgespräch spielen viele Faktoren mit

Bei dieser gestellten Frage darf weder der Hochmut Gestalt annehmen, noch darf die Bescheidenheit Überhand nehmen. Es muss ein Zusammenspiel geschaffen werden, das sich interessant zeigt. Die eigenen Stärken bereits im Vorfeld des Gespräches finden, das ist für den einen oder anderen Bewerber keine leichte Aufgabe.

Denn wie ist es wirklich mit den eigenen Stärken bestellt?

Viele Bewerber sind bei dieser Frage der Meinung, sie müssen sich dabei klar von ihren Mitbewerbern abheben und dafür ein besonderes Talent benennen. Dem ist aber gar nicht so.  Die Frage nach den Stärken im Vorstellungsgespräch zielt darauf ab, wo ein Talent gegeben ist. Talent ist nicht gegeben, wenn Sie sich als ehrgeizig, pünktlich oder als verlässlich zeigen. Ein Talent ist eine besondere Begabung. Eine hervorgehobene Leistung, das auf ein bestimmtes Arbeitsgebiet abzielt.

Wer sich einmal ausgiebig mit seinen Stärken auseinandersetzt, dem wird es gelingen eine überzeugende Antwort auf die Frage: „Was sind Ihre Stärken?“-  zu finden. Eine konkrete Antwort mit einem stimmigen Beispiel reicht aus, um Eindruck beim Gesprächspartner zu hinterlassen.(A.G.)