Todsünden – die jedes Vorstellungsgespräch ins Aus steuern – Darum unbedingt vermeiden

Bei jedem Vorstellungsgespräch gibt es absolute Todsünden. Diese No-Go’s sollten wenn möglich vermieden werden, damit es mit dem erhofften Job auch tatsächlich klappt. Diese sind in der Regel einfach umzusetzen, wenn Sie wissen – wie:

Todsünde 1 – Das un-  oder überpünktliche Erscheinen

Beides wird nicht gerne bei diversen Vorstellungsgesprächen gesehen:

Wichtig für jeden Bewerber ist es, dass er zu seinem Vorstellungsgespräch pünktlich erscheint. Darum sollten Sie Verspätungen im Straßenverkehr immer einkalkulieren. Denn kein Personal- oder Firmenchef will auf einen Bewerber warten müssen, egal welche Gründe dafür sprechen. Wer bei seinem Vorstellungsgespräch auf sich warten lässt, erweckt damit den Eindruck, dass kein großes Interesse an dem Job gegeben ist.

Aber nicht nur das unpünktliche Erscheinen ist nicht gerne gesehen, auch das überpünktliche Erscheinen soll vermieden werden. Denn viele Unternehmen wünschen es nicht, dass sich die einzelnen Bewerber begegnen. Als Faustregel gilt, es genügt, wenn Sie fünf Minuten vor Ihrem Vorstellungsgespräch eintreffen. Der goldrichtige Zeitbereich ist klein bemessen und will eingehalten werden.  Wer bereits lange Zeit vor dem Treffen mit dem Personalchef eintrifft, der vermittelt diesem automatisch damit, dass er zu viel Zeit hat.

Todsünde 2 –  Der Gesprächspartner kann nicht bei seinem Namen genannt werden

Der Bewerber hat den Namen seines Gesprächspartners vergessen, obwohl ihm nur eine Person gegenübersteht. Also macht es Sinn, sich den Namen bereits im Vorfeld einzuprägen, dass Sie diesen bei der passenden Gelegenheit auch aussprechen können. Jeder hört gerne seinen eigenen Namen und jeder hört automatisch genauer hin, wenn der eigene Name ausgesprochen wird. Darum darf das Merken von Namen niemals unterschätzt werden.

Todsünde 3 – Den eigenen Hard- und Softkills werden kurzerhand zu wenig Beachtung geschenkt

Jeder Bewerber bringt Fähigkeiten und Voraussetzungen mit, die richtig präsentiert werden müssen, damit sie Nutzen bringen. Bescheidenheit ist eine Tugend – nicht aber bei einem Vorstellungsgespräch. Da dürfen die Hard- und Softkills entsprechend dargestellt und es sollte aufgezeigt werden, in welchen Arbeitsbereichen Sie bereits sinnvoll zum Einsatz gebracht wurden.

Nur keine falsche Bescheidenheit vortäuschen. Jeder Bewerber will sich als Person „verkaufen“, somit dürfen Sie gekonnt auf Ihre Stärken im Gespräch aufmerksam machen. Sie sind gut, in dem was sie machen, also überzeugen Sie auch andere von Ihren Fähigkeiten und diese werden begeistert sein. Wer ein besonderes Talent hat, etwas richtig gut kann, der darf das in einem Vorstellungsgespräch auch kundtun. Untertreiben Sie nur nicht, das schadet Ihren Erfolgsaussichten in einem neuem Unternehmen. Wer sich von anderen Bewerbern unterscheiden möchte, der darf nicht darauf verzichten, seine Hard- und Softkills beim Namen zu nennen. Der Spruch: „Bescheidenheit ist eine Zier, doch weiter kommst Du ohne ihr“, darf beim Vorankommen im Job angewendet werden. De Bescheidenheit ist bei der Jobsuche oder bei der Weiterentwicklung im Job fehl am Platz.

Todsünde 4 – Mit Hard- und Softkills prallen, die gar nicht vorhanden sind

Wer mit Hard- und Softkills prahlt, die gar nicht vorhanden sind, der schließt sich ein Eigentor. Darum ist es immer von großer Bedeutung, sobald eine Stärke aufgezählt wird, das mit dieser auch das passende Beispiel im Schul- oder Berufsalltag einhergeht. Denn nur eine Behauptung, dass Sie die und die Fähigkeiten besitzen, wird ihre Wirkung in der Chefetage nicht auslösen können. Viel besser ist es, mit den passenden Hard- und Softkills ein Beispiel zu liefern. Denn somit ist die Glaubwürdigkeit dieser besagten Fähigkeit unmittelbar gegeben.

Dabei ist es immer wichtig, eine Verbindung mit Ihren Fähigkeiten zu den geforderten Fähigkeiten der Ausschreibung herzustellen. Eine beliebige Fähigkeit kann umgehend genannt werden, aber wenn das passende Beispiel aus dem Arbeits- und Berufsleben dafür fehlt, ist die Anerkennung dafür, nur halb so groß. Darum überlegen Sie bereits im Vorfeld, welche Hard- und Softkills Sie besitzen und verknüpfen Sie diese umgehend mit einem stimmigen Beispiel aus dem alltäglichen Leben.

Todsünde 5 – Mit dem Wissen über das Unternehmen ist es nicht weit wer

Keiner würde zu einer Prüfung gehen, ohne dafür vorher gelernt zu haben und so ist es auch mit dem Bewerbungsgespräch. Mit Firmenwissen kann jeder Bewerber auf sich aufmerksam machen und damit aufzeigen, mein Interesse für das Unternehmen ist auf alle Fälle gegeben. Wer nur sehr wenig Firmenwissen besitzt, der zeigt damit unmissverständlich auf, mein Interesse ist nur bedingt vorhanden. Darum ist es wichtig, sich vor dem Gespräch schlau zu machen und Infos über das Unternehmen zu sammeln. Wer eine gründliche Recherche im Vorfeld betreibt, der wird mit Erfolg belohnt werden. Die ausgeschriebene Stelle im Unternehmen bekommt jener Bewerber, der mit ausreichend Firmenwissen punkten kann. Entscheidend dabei ist, dass das Wissen dem Gesprächspartner glaubhaft gemacht wird. Auswendig gelernte Floskeln reichen dafür nicht aus. Eine entsprechende Vorbereitung, die gut umgesetzt werden kann, ist dafür Voraussetzung

Todsünde 6 – Der Bewerber ist nicht authentisch

Wichtig bei jedem Vorstellungsgespräch ist es, sich selbst wirklich treu zu bleiben und die eigene Persönlichkeit gekonnt darzustellen. Wer vorgibt, jemand zu sein, der er in Wirklichkeit gar nicht ist, der wird scheitern. Denn Personalchefs haben ein sehr feines menschliches Gespür und kommen den Bewerbern viel schneller auf die Schliche, als gedacht.

Todsünde 7 – Zu standardisierte Antworten oder zu stark interpretierte Antworten

Beide Arten von Antworten können Bewerbern zum Verhängnis werden. Standardisierte Antworten haben Personal- und Firmenchefs schon zur Genüge zu hören bekommen. Darum – unterscheiden Sie sich, heben Sie von der breiten Masse ab – eine originelle und gut vorbereitete Antwort hilft Ihnen dabei.

Bei den jeweiligen Antworten ist es von Bedeutung, dass Sie sich dabei auf das Wesentliche, auf die Kernaussage, konzentrieren. Diese Aussage sollte unterhaltsam in Worten verpackt sein.

Denn es gibt auch Bewerber, die erzählen über sich und das Leben und holen bei ihren Erzählungen so kräftig aus, dass sie damit Langeweile bei den Zuhörern erzeugen. Die passenden Aussagen in einem Vorstellungsgespräch gestalten sich knapp, interessant und informativ. Diese Aussagen konzentrieren sich vorrangig auf den beruflichen Werdegang. So ist jedem Bewerber die Aufmerksamkeit seines Gesprächspartners sicher.

Todsünde 8 – Der Bewerber hat sich keine Fragen überlegt

Zum Abschluss des Vorstellungsgesprächs wird dem Bewerber meist die eine Frage gestellt: „Haben Sie noch Fragen an uns?“ Wer diese Frage mit einem simplen Nein beantwortet, der schießt sich meist selbst ins Abseits. Denn wer Interesse an einem Unternehmen hat, der zeigt das in Form von Neugierde auf. Darum ist es wichtig, sich die eine oder andere Frage bis zum Schluss hin – aufzuheben. Wer Fragen hat, der tut sein Interesse an der Firma, an der Person kund und das sehen Firmen- und Personalchefs immer sehr gerne.

Todsünde 9 – Die falsche Verabschiedung

Auch dabei können noch Fehler passieren. Die richtige Verabschiedung bedankt sich immer für das Gespräch. Denn jedes Vorstellungsgespräch baut auf Vertrauen und Zeit auf, das dem Bewerber entgegen gebracht wurde. Daher ist es wichtig, für das zu bedanken.  Wer es geschafft hat, in seinem Bewerbungsgespräch von sich zu überzeugen, der schafft es auch, das richtige Ende zu finden und dabei Danke zu sagen. Gerade das Ende eines solchen Gespräches bleibt in den Köpfen der Gesprächspartner. Umso wichtiger ist es natürlich, dass das passende Ende für sein Vorstellungsgespräch zu finden.(K.S.)