Soziale Kompetenz – Schlagwort oder Voraussetzung?

Wer in einem sozialen Beruf arbeiten will, von dem wird ein gewisses Maß an sozialer Kompetenz erwartet.

Doch was genau bedeutet das hinsichtlich der eigenen Persönlichkeit, des Bewerbungsprozesses und der eigentlichen Arbeit?

Die eigene Persönlichkeit

Soziale Kompetenz im Hinblick auf die eigene Persönlichkeit definiert sich über die Ausprägung des individuellen Selbstbewusstseins und Selbstwertgefühls, sowie über die Bereitschaft zur Selbstreflexion und Übernahme von Eigenverantwortung.

Ebenso von Bedeutung sind Selbstdisziplin, Empathie und emotionale Intelligenz bis zu einem gewissen Grad.

Aber auch Respekt und Wertschätzung anderen gegenüber dürfen keine Fremdwörter sein.

Lernbereitschaft, Konflikt- und Motivationsfähigkeit sollten ständig hinterfragt werden, um das bestmögliche Ergebnis für die Ihnen anvertrauten Menschen zu erzielen.

Im Bewerbungsprozess

Ihr zukünftiger Arbeitgeber sollte schon beim Lesen Ihres Bewerbungsschreibens den Eindruck bekommen, dass Sie über soziale Kompetenzen verfügen, für die es sich lohnt, Sie zu einem Gespräch einzuladen.

Führen Sie dazu Beispiele an, bei denen Sie durch produktives Teamwork unter Einsatz Ihrer sozialen Fähigkeiten ein Ziel erreicht haben, welches gegebenenfalls überprüfbar ist.

Das Bewerbungsgespräch bietet Ihnen eine breite Palette an Möglichkeiten, Ihren zukünftigen Chef von Ihrer Sozialkompetenz zu überzeugen.

Hierbei ist es natürlich besonders wichtig, dass Sie sich gut auf Fragen bezüglich Ihrer Teamfähigkeit vorbereiten.

Weisen Sie darauf hin, dass Sie immer darum bemüht sind, Meinungsverschiedenheiten mit Kollegen konstruktiv und respektvoll zu diskutieren, um gemeinsam eine für alle Seiten befriedigende Lösung zu finden.

Diese Erläuterungen offerieren Ihnen, eine hervorragende Option, Ihre Kommunikationsfähigkeit unter Beweis zu stellen und deshalb bedienen Sie sich knapper, aber dennoch klarer und eindeutiger Formulierungen.

Von Ihnen präsentierte Ideen und Denkweisen sollten Sie mit einer plausiblen Begründung untermauern können.

Kommunizieren Sie Ihre Ziele und Intentionen offen und machen Sie freundlich, aber bestimmt deutlich, dass Sie notfalls auch bereit sind, diese überzeugend durchzusetzen.

Nicht zu vergessen sind Beispiele, die Ihrem zukünftigen Arbeitgeber den Beweis liefern, dass Sie durchaus in der Lage sind, eigenverantwortlich zu handeln und selbstständig zu arbeiten.

In der eigentlichen Arbeit

Neben Teamfähigkeit, Geduld und Zuverlässigkeit ist ein wichtiges Kriterium für soziale Kompetenz in Ihrer Arbeit mit Menschen Ihre Belastbarkeit.

Gerade soziale Berufe, wie Altenpfleger, Krankenpfleger, Notfallsanitäter oder Erzieher bedürfen eines hohen Maßes an Belastbarkeit und das auf emotionaler Ebene genauso wie auf körperlicher.

Aus diesem Grund ist es von Bedeutung, dass Sie versuchen ganz klare Grenzen zwischen Arbeitsalltag und Privatleben zu ziehen.

Zusätzlich benötigen Sie die Bereitschaft für die Arbeit im Schichtdienst.

Wer mit Kindern, alten oder kranken Menschen arbeitet, braucht ein überdurchschnittliches Potenzial an Geduld, denn Verlass ist nur dann auf Sie, wenn Sie trotzigen Kindern, schmerzgeplagten und altersbedingt starrköpfigen Menschen mit Gelassenheit begegnen können.

Zur Erreichung dieses Ziels müssen Sie sich in Ihr Gegenüber hineinversetzen können, um die Beweggründe seines Handelns verstehen zu können.

Überzeugungskraft, die Fähigkeit, Menschen zu begeistern und das Vermögen, sich durchzusetzen, kommt vor allem dann zum Tragen, wenn Sie sich für eine leitende Position bewerben.

Wenn aus einer Gruppe von Menschen ein erfolgreiches Team werden soll, ist es Ihre Aufgabe, den Balanceakt zwischen konstruktivem Feedback, gleichbleibender Motivation, engagierter Begeisterungsfähigkeit und einer positiven Basishaltung jeden Tag aufs Neue zu meistern.

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